Berliner Meister in der u10 – Mannschaft

Am Wochenende 28./29. September war erneut das Andreas-Gymnasium Gastgeber – diesmal der BJMM u8, u10 und u25.

Die AK u8 trat mit Johann, Rodrik, Yaro und Andrej an. Am ersten Tag sah noch alles gut aus und unsere Vier schlugen sich Verlustpunktfrei durchs Turnier. Doch am Sonntag verloren wir beiden Runden. Am Ende bleibt Platz 7 von 10.

Unsere Großen aus der u25 (Jerry, Kai-Minh, Lucien, Lara, Eddie, Kevin) spielten mit um Praxis zu bekommen. Wir waren an 5 gesetzt und landeten da auch, wobei die Mehrheit DWZ-Plus machte. Kevin spielte seine ersten beiden gewerteten Partien. Der Erfolg wird sich hier aber noch einstellen.

Wenn wir auch in der und u8 und der u25 keine großen Erwartungen hatten und die Mannschaften trotzdem im Rahmen spielten, war die u10 dagegen umso erfreulicher. Mit großem Abstand an 1 gesetzt wurde unsere Erste (Magnus, Bagrat, Christian, Jarne) auch souverän und verlustpunktfrei Berliner Meister. Sie ist damit der Berliner Vertreter bei der Deutschen Meisterschaft. Für eine große Überraschung sorgte die zweite Mannschaft (Kien, Dániel, Quan, Arthur). In Runde 1 gab es noch einen ungefährdeten Sieg, dank Favoritenstatus. Das Remis in Runde 2 gegen starke Emporianer war überraschend und glücklich. Runde 3 brachte gegen Friedrichshagen 1 erneut einen Sieg. In Runde 4 unterlagen wir der eigenen Ersten standesgemäß. Die Entscheidung fiel in der letzten Runde. Dank Schützenhilfe des Berliner Vizemeisters, TSG Oberschöneweide, konnten wir uns nach einem Sieg gegen Friedrichshagen 2, nach dem es lange nicht ausgesehen hatte, den aber Kien nach langem Kampf holen konnte, auf den 3. Platz heben. Die Zweite holt damit überraschend die Bronzemedaille und zwei von drei Podestplätzen werden von Borussia besetzt.

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Überraschung bei der Vorrunde zur BJEM 2020

Bis zum 22. September lief die 1. Vorrunde zur BJEM 2020.

In der AK u10 schnitt Johann noch als bester Borusse ab und wurde 15. Quang erwischte ein eher schlechtes Turnier und Yaro sammelte in seinem ersten Turnier viel Erfahrung und einen Punkt ein.

Die u12 war fest in Borussia-Hand. Magnus war ja bereits durch Freiplatz qualifiziert. Doch dahinter sind ja derzeit nur Vereinskameraden. Und entsprechend sah die Rangliste auch aus: Bagrat gewinnt das Turnier mit besserer Buchholz als Christian. Ganz knapp kommt Jarne – dank Schützenhilfe von Bagrat in der letzten Runde – als Vierter ins Ziel und qualifiziert sich doch noch zur BJEM 2020 AK u12. Zwischen die Borussen an Drei schummelt sich dank überzeugender Aufholjagt Jakob Korek von den Königsjägern. Kiens Turnier läuft mäßig, Platz 13 ist ausbaufähig, geht aber noch in Ordnung. Sehr stark spielt Neuborusse Dániel mit einem schönen 16. Platz.

Doch die große Überraschung bringt die AK u14. Sensationell gewinnt Emília – ebenfalls frisch bei uns – das Turnier, nachdem sie ursprünglich an 9 gesetzt war. Lange an 1 gespielt und auf den Qualifikationsplätzen gelegen hatte Ansgar, dem aber am zweiten Wochenende irgendwie die Luft ausging. Nach starkem Start bleibt Platz 8. Erwähnt sei noch Lulus 17. Platz – Setzlistenplatz und Erwartungen erfüllt.

Vier Qualifikanten aus der ersten Vorrunde. Mal schauen, was die zweite bringt.

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NDVM u14w 2019 – Vizemeister und Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft

Auch die Mädels fahren zur Deutschen Meisterschaft. Das Minimalziel wurde also erreicht. Den Setzlistenplatz 2 konnten wir ebenfalls halten und sind damit – zum dritten Mal in Folge – Norddeutscher Vizemeister der Altersklasse u14w. Damit steht nach den Jungs in der u16 innerhalb von einer Woche die zweite Quali zur Deutschen Vereinsmeisterschaft fest. Sie war etwas weniger überraschend als bei den Jungs, aber nicht minder erkämpft.

11. September: Bei der Anreise nach Kiel erfahren wir mal wieder, dass Reisen mit der Deutschen Bahn auch im 21. Jahrhundert mitunter vorsteinzeitliche Organisation bereit hält. Aber irgendwie kamen wir ja doch nach Kiel – als letzte Mannschaft und im Regen, den wir aufgrund einer hochgelassenen Zugbrücke noch etwas länger genießen durften.

12. September: Wir sind mit Gastspielerin Helene aus Sachsen und Lara, die ihr erstes wirkliches Turnier spielt, an 2 gesetzt. Die 1. Runde bringt den Lübecker SV, der konstant aufgestellt ist. Damit haben unsere ersten drei Bretter keine Probleme, Lara hingegen schon. Trotzdem steht am Ende ein 3:1. Durch weitere Remisen an den hinteren Tischen und den Farbwechsel bringt Runde 2 bereits das Spitzenduell: Borussia gegen Papenburg. Es wird unsere spielerisch schlechteste Runde. Die Mädels wehren sich kaum und viel zu schnell steht das Endergebnis fest. Diesmal holt Lara den Ehrenpunkt.

13. September: In Runde 3 spielen wir gegen Elmshorn, die vorn mit Katerina Bräutigam und Susanna Margaryan stark aufgestellt sind. Der 4:0-Kantersieg am Ende ist dann doch überraschend klar und soll wohl eine Art Rehabilitation für Runde 2 darstellen. Damit sind wir wieder an Tisch 2, den wir nicht mehr verlassen sollten. Es kommt der große Hamburger SK. Diesmal ist bei Isi etwas zu viel Ungenauigkeit im Spiel und auch Hele und Lotti machen es sich zu einfach. Dank Lara – unser Fels an Vier – kommt noch ein 2:2 heraus, aber hier wollten wir eigentlich mehr. Bleibt es wenigstens spannend.

14. September: Der Tag der Berlinpaarungen. Erst geht es gegen Weisse Dame, dann gegen die Pinguine. Beide Spiele gewinnen wir 3:1. Gegen Weisse Dame kommen die beiden Siege hinten rechtzeitig, damit vorne zwei ordentliche Remisen entstehen können. Gegen die Pinguine mühen und zittern sich Isi und Hele zum Remis, aber auf Lara und Lotti ist erneut Verlass. Mit diesem Sieg sind die Quali zur Deutschen und der Dritte Platz sicher. Aber wir wollten ja Zweiter werden. Ein Ausflug ins örtliche Vapiano sollte Motivation schaffen…

15. September: …und das gelang wohl auch. In der letzten Runde gegen Lehrte sollte nichts mehr schief gehen. Zwar griff ausgerechnet die sonst so zuverlässige Lara daneben, doch diesmal waren die anderen drei zur Stelle und konnte alle den ganzen Punkt einfahren. Damit war der Vizemeistertitel in Sack und Tüten.

Berichte von der SJ Schleswig-Holstein

Ergebnisse

Fotos von mir bzw. den Ausrichtern:

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NDVM 2019 AK u16 – Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft

Das hat man auch nicht alle Tage, da lohnt es sich etwas länger drüber zu schreiben. Unsere u16er haben sich – etwas überraschend – zur Deutschen Vereinsmeisterschaft 2019 qualifiziert. Der Reihe nach:

April/Mai 2019: Magnus und Gustaf fallen zur BJMM u16 aufgrund anderer Termine (Kadertraining) aus. Die Mannschaft wird – wie eigentlich unsere u16er jedes Jahr – bei der BJMM lediglich dritter hinter Empor und Mattnetz und verpasst die direkte Qualifikation zur NDVM.

Juli 2019: Auf der Sitzung der Norddeutschen Schachjugend erhalten wir einen Freiplatz zur NDVM u16.

06. September: Anreisetag zur NDVM. Wir sind in voller Stärke und hochmotiviert dabei: Gustaf, Magnus, Adrian, Linus und Gino werdet begleitet von Fabi und Micha.

07. September: Die NDVM beginnt mit einem Paukenschlag. Gesetzt an 9 spielen wir in der ersten Runde gegen den Erstgesetzten Hamburger SK, das Bayern München der Deutschen Schachjugend, – und gewinnen deutlich mit 3:1. Eine große Überraschung für alle Beteiligten und ein großartiger Erfolg für die Mannschaft. An jedem Brett waren wir vermeintlich ca. 100 bis 400 DWZ „schwächer“. Leider verlieren wir dafür Runde 2 gegen vermeintlich schwächere Rüdersdorfer knapp mit 1,5.

08. September: Runde 3 bringt mit Greifswald wieder einen schlagbaren Gegner (3:1), während es gegen die etwas besseren Kieler nur für ein Unentschieden reicht.

09. September: Runde 5 beschehrt uns mit Nordhorn eine theoretisch machbare Mannschaft, gegen den wir dann auch praktisch gewinnen. So sind wir nach 5 Runden irgendwie auf Platz 4 gelandet, was die Qualifikation bedeuten würde. Allerdings stehen noch zwei Runden an. In der vorentscheidenden Runde 6 haben wir uns wieder an Tisch 2 vorgearbeitet und spielen gegen den äußerst starken Lübecker SV. Doch was einmal geht, funktioniert kein zweites mal, wobei die Lübecker ja vom Hamburger Ausrutscher gewarnt waren. Sie lassen uns keine Chance und wir verlieren 1:3. Damit ging es runter auf Platz 5. Zur letzten Runde hieß das: Wir mussten gewinnen und gleichzeitig auch Reideburg gegen Delmenhorst – ohne die Schützenhilfe  der Sachsen-Anhaltiner ging es nicht, aber die wollten ja schließlich erster werden, sodass die eh motiviert waren.

10. September: Und wie schon im ganzen Turnier war uns auch in der letzten Runde das Glück hold: Gustafs einziger und wichtigster Punkt im Turnier an Brett 1 sicherte uns den 2,5-Sieg gegen die etwas besseren Niedersachsen aus Lehrte. Reideburg gewann ebenso gegen Delmenhorst und wir waren damit durch. Reideburg wurde Norddeutscher Meister, der HSK trotz seines Sieges in der letzten Runde gegen Lübeck nur Zweiter. Die Lübecker wurden punktgleich mit uns aufgrund der besseren Zweitwertung – verdient – Dritter und wir freuen uns über einen sehr starken vierten Platz und die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft.
Die anderen Berliner Mannschaften, Empor und Mattnetz, an 4 bzw. 5 gesetzt, wurden 10. bzw. 14.

Turnierhomepage

Bericht der SHSJ Tag 1

Bericht der SHSJ Tag 2

Bericht der SJSH Tag 3 und 4

Fotos von Micha Ermitsch und von der Siegerehrung von den Schleswig-Holsteinern:

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Aus Karlshorst und Charlottenburg

Am 08. September fand zum zweiten Mal das Offene Karlshorster Turnier statt und wieder waren einige Borussen und Bau-Unioner dabei: Jerry, Swenja, Niels, Carsten, Ulli, Bagrat sowie Eva, Marfa und Katja spielten mit. Olaf war auch vor Ort, aber nur als Turnierleiter vom BSV delegiert.

Unter freiem Himmel wurde ein nettes, 7-rundiges Schnellschachturnier gespielt. Kein Startgeld, Kaffe und etwas Mittag gabs auch. Am Ende waren ein paar Borussen – wenn nicht beim Turniersieg – dann wenigstens bei den Ratingpreisen erfolgreich: Swenja und Katja holten Platz 1 und 3 der Damenwertung, Marfa den 3. Platz der Mädchenwertung, Jerry den 3. Platz bei den Jugendlichen u18 und Ulli wurde Dritter bei den Senioren. Alle hatten ein schönes Schachturnier und kommen nächstes Jahr bestimmt wieder.

Turnierhomepage 2. Karlshorster Schachturnier

Fotos von der Siegerehrung:

Einen Tag später, am 09. September, fand beim SC Weisse Damen ein 4er-Turnier statt (3. Kurzes Jugendturnier): Vier Spieler spielen drei Partien an dem Tag unter Turnierbedingungen. Mit dabei waren Emília, Bagrat und Daníel. Alle drei waren erfolgreich. Emília gewann die Gruppe A vor Bagrat, Daniel die C-Gruppe.

Fotos von der Siegerehrung vom SC Weisse Dame:

Turnierhomepage

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Jugendsommeropen 2019

Am 31.08. und 01.09. fand parallel zur 1. Vorrunde das Jugendsommeropen statt. erfolgreich bei den „Kleinen“ war Rodrick, der als u7-Spieler besser als alle anderen u8er und u10er war. Lediglich gegen den Zweitplatzierten Leonarth spielte er nicht, sodass beide gleichviele Punkte holten.
Bei den Großen spielte Lara gewohnt stark, verlor nur einmal, wurde Gesamtzweite und beste Spielerin der AK u18. Kurdo stieg erst Sonntag ins Turnier ein, holte aber noch zwei Punkte und Platz 3 der u18-Wertung.

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Berliner Schnellschachmeisterschaft 2019

Die fand 2019 wieder am Müggelsee statt und wie in den letzten Jahre auch waren die Borussen weit vorne.

u10:
Die Neumitglieder Dàniel und Jarne zeigten in ihrem ersten Turnier für Borussia Leistung. Platz 3 und 4 für sie. Quan und Kien spielten lange vorne mit, fielen aber in den letzten Runden ab.

u12:
Wie ihr Bruder konnte Emília beim Einstand überzeugen. Sie holt den 2. Platz bei den Jungs und wird Berliner Meisterin.

u14:
Adrian spielt stark und dominiert das Turnier überraschend. Trotz 1,5 Punkten weniger gewinnt er souverän die gemischte AK u14 bis u25 mit 0,5 Punkten Abstand. Swenja erwischt kein so gutes Turnier, wie Lotti auch. Immerhin stand Swenja schon mit Turnierbegin als Berliner Meisterin u25 fest.

Auch in diesem Jahr gewinnt Borussia die Mannschaftswertung.

Ergebnisse beim Berliner Schachverband

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Jugendeuropameisterschaft 2019

Das Turnier startete gestern in Bratislava (Slovakei). Folgende Borussen sind dabei:

u12: Gustaf Klühs
u10: Magnus Ermitsch
u10: Bagrat Torosyan

und damit immerhin drei von sechs Berliner.

Den aussichtsreichsten Setzlistenplatz hat Magnus unter dem ersten 30.

Seite vom DSB

Chess-Results

Homepage des Veranstalters

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Vom Kreuzberger Sommer

Und der hatte es auch dieses Jahr wieder in sich. Bei erneut rekordverdächtigen Temperaturen trafen sich ein paar ganz Unverwüstliche um am Brett die Klingen zu kreuzen. Auch Borussen waren dabei.

Vor dem eigentlichen Werner-Ott-Open gab es wieder ein Kinderturnier. 55 Spieler waren angetreten, davon mit Johann, Lukas, Bagrat und Quan vier (Neu-)Borussen.
Die besten Voraussetzungen hatte dabei Bagrat: er war an 1 gesetzt und wurde mit 1,5 abgegebenen Punkten am Ende Gesamtdritter und bester Spieler der AK u10.
Lucas holte 4/7 Punkte und wurde 15., wollte aber sicher noch mind. einen Punkt mehr machen. Er hatte aber ziemlich starke Gegner, wie man an seiner Buchholz erkennen kann.
Auch Johann hätte ein Punkt mehr nicht geschadet. Für ihn reicht es trotzdem zum Ratingpreis: Er wird Dritter in der u8-Wertung.
Quan wiederum spielt erneut ein gutes Turnier und macht mit 4 Punkten 60 DWZ plus. Damit springt er über die magische 1000 und darf sich nun vierstellig nennen.

Fotos von der Siegerehrung vom SC Kreuzberg:

Nach dem Kinder-Sommer-Turnier ging es los mit dem „richtigen“ Turnier. Hier starteten Gustaf und Bagrat.
Gustaf hatte wohl sein Turnierglück in Willingen gelassen und hatte in einem so großen Turnier Pech mit den Gegnern: die Starken waren weniger stark als die Schwachen zu schwach waren. 4,5/9 ist aber trotzdem voll in Ordnung. Er holt den ersten u14-Jugendpreis.
Bagrat hatte bei den Gegnern wohl etwas mehr Glück. Er kommt ebenfalls auf 4,5 Punkte, hatte da aber ein Spielfrei drin. Dennoch macht er ein schönes DWZ-Plus und hüpft über die 1600. Außerdem wird er Dritte in der Ratingkategorie u1600.

Übrigens: Das Turnier gewann ein Ex-Borusse. Felix Nötzel hat als Jugendspieler bei uns seine Ausbildung genossen, spielt inzwischen aber bei den Sfr. Berlin. Er gewinnt das Turnier überlegen mit 1,5 Punkten Abstand (vor den Titelträgern) und holt sich die 2200.

Fotos vom SC Kreuzberg:

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Ostern in Montesilvano

Spät, sehr spät, aber potius sero quam numquam kommt hier ein kleiner Bericht zur Osterfahrt unseres Vereins. Viele Borussen waren leider nicht dabei, nur Gino, Edna und ich waren in Italien, begleitet von Ednas Bruder Janek.

16. April:

Früh am Morgen ging es ab Tegel los mit dem Flieger nach Rom. Trotz Osterferienverkehr lief alles einigermaßen reibungslos. Vom Flughafen Fiumicino fuhren wir mit dem Da-Vinci-Express in die Stadt zum zentralen Bahnhof Termini. „Leider“ waren wir so zügig unterwegs, dass wir noch genügend Zeit hatten uns umzuschauen. So wurde fix eine Karte gekauft und wir machten uns mit Sack und Pack auf dem Weg. Vorbei an den Diokletian-Thermen und der Piazza Barberini ging es zur Spanischen Treppe. Janek führte uns danach auf versteckten Pfaden zu einem Eisladen, wobei ich einen kurzen Abstecher zum Augustusmausoleum für obligatorisch hielt. Zurück ging es über die Säule des Marcus Aurelius und den Trevi-Brunnen zum Bahnhof Termini. Dort nahmen wir den Zug nach Pescara, wo wir noch eine Station bis Montesilvano umsteigen mussten. Nach einer kurzen Suche des Hotels, fanden wir trotz langer Suche zunächst kein geeignetes Restaurant. Es war einfach noch zu früh in der Saison. Die meisten Restaurants waren noch zu, wie fast alles in Strandnähe. Montesilvano ist, wie die meisten Städte entlang der Adria, auf Sommerurlauber eingerichtet. Dafür kann man in der Nebensaison sehr preiswert unterkommen und die Hotels öffnen preiswert ihre Räume für Schachturniere. Wir haben dann übrigens eine noch offene Kaufhalle gefunden, die auch ein Pizzarestaurant inklusive hatte. Abendessen war gesichert.

17. April:

Das Frühstück war reichhaltig mit großer Auswahl an allem. Das Zimmer von Gino und mir war vielleicht etwas klein und auf der Toilette musste man aufpassen, sich beim Setzen nicht die Kniescheiben zu brechen. Doch für den Preis kann man einfach nicht meckern. Janek und Edna hatten ja ein größeres Zimmer. Wir hatten uns für eine kleine, leichte Wanderung zum Anfang entschieden. Dafür ging es zunächst mit dem Zug bis Pescara, von dort weiter bis Sulmona. Wir befanden uns also fast in den Abruzzen, hügelig war es allemal. Nachdem wir erstmal durch den Ort irrten auf der Suche nach Wasser und Sonnencreme, fanden wir irgendwann Kaufhalle und schließlich auch den Wanderweg. Eigentlich wollten wir bis zur Eremo di Santa Croce, doch es war zu heiß, sodass wir irgendwann wieder umdrehen mussten. Erschreckend war, dass der erste Teil des Weges durch ein Gebiet führte, in dem es wohl im Vorjahr einen Waldbrand gab. Wir sahen nur schwarze Baumüberreste und Steine. Lebewesen gab es keine, es war auch zu heiß hier. Als wir dann in den normalen Wald wechselten, hörten wir auf einmal Vögel, es gab Moos und Blätter an den Bäumen – und natürlich wieder ne Menge Blindschleichen.
Zurück wieder mit dem Zug, waren wir ordentlich geschafft, hatten aber einen schönen Tag verbracht.
Edna versuche es schonmal mit einem Bad in der Adria, aber es war noch ganz schön kalt.

18. April:

Auch an diesem Tag ging es mit dem Zug erst nach Pescara und dann nach Popoli – einer schönen kleinen Stadt ebenfalls in den Abruzzen. Eigentlich wollten wir nur zum Castello Cantelmo, doch der Weg ging weiter und wir folgten ihm, bis er in einem Zaun endete. Also gingen wir wieder zurück zum Bahnhof und waren frühzeitig für eine Runde Wizzard im Hotel.

19. April:

Am Vormittag ging es zu Fuß über den Strand nach Pescara. Ein großes Ziel hatten wir nicht, der Weg war das Ziel. Wir stöberten im Buchladen rum (was wir fanden, wird nur erzählt, aber nicht aufgeschrieben) und fanden noch etwas zum Mittagessen. Zurück ging es denselben Weg am Strand entlang. Am Abend begann dann schon die erste Runde des 4° Festival Pasqua a Montesilvano.

20. April:

Heute war Doppelrunde im Turnier, sodass wir nicht viel machen konnten, außer spielen, essen und schlafen – perfekter Urlaub 🙂

21. April:

Am Ostersonntag war vormittags frei. Das Wetter war inzwischen ordentlich schlecht geworden, es regnete gut. Gottseidank spielen wir Schach drinnen. Wir nutzten den Vormittag zum Ausschlafen und Erholen, nachmittags wurde gespielt.

22. April:

Eine letzte Doppelrunde, danach gab es die Siegerehrung. Edna war in ihrem Turnier an 12 gesetzt und wurde schließlich Fünfte und beste Dame, wofür es einen „wertvollen“ Sachpreis und 10 Elo-Punkte gab.
Janek, Gino und ich spielten im B-Open mit, bei dem ich leider an zwei gesetzt war. Das sorgte dafür, dass ich jede Runde an Brett 2 spielte (außer Runde 3 an Brett 1). Doch denk einer kurzen Rochade am letzten Tag, wurde nur Platz 10 draus und verdiente 11,8 Elo-Minus.
Gino war an 13 gesetzt und ich hatte die ganze Zeit Angst, gegen ihn spielen zu müssen. Schließlich fährt man dafür nicht nach Italien. Doch er tat mir den Gefallen und hielt immer Abstand, was sich in 20,4 Elo-Minus niederschlug. Platz 17 für ihn.
Janek, an 27 gesetzt, machte es da besser. Er holte – wie übrigens wir alle drei – 3,5 Punkte aus 6 Partien und wurde 13 mit einem Elo-Plus von 42…

23. April:

Wir traten die Heimreise an. In Pescara bestiegen wir den Zug nach Rom, der wie auf der Hintour auch zwischen 3 und 4 Stunden brauchte. Merkwürdigerweise widersprechen sich italienische Schaffner gerne. Bereits auf einer Wandertour wollte ein Schaffner von uns bürokratisch einen erhöhten Fahrpreis haben, weil die anderen drei über 14 Jahre alt waren und damit keine Kinder mehr (den Im-Zug-Verkaufszuschlag ersparte er uns kulanterweise). Komisch, alle anderen Schaffner davor hatten es nicht mal erwähnt, dass man anscheinend in Italien ab 14 kein Kind mehr ist. Auf der Rückfahrt nach Rom erlebten wir ähnliches, kamen aber irgendwie glimpflich davon.
In Rom gaben wir zunächst unser Gepäck ab und gingen dann Richtung Forum Romanum. Das Forum Vittorio Emanuele II nahmen wir unterwegs mit. Für das Forum Romanum hatten wir Eintrittskarten und ich knipste wild drauflos – wenn Lateinlehrer im Paradies sind. Ins Kolosseum gingen wir nicht, es war einfach zu voll. Dafür gingen wir langsam zurück zum Bahnhof Termini – unterwegs vorbei am besten Eisladen Roms – um den Zug zurück nach Fiumicino zu bekommen. Leider gab es ein Technikproblem bei der Kofferannahme, sodass es über 30 min dauerte, bis wir unsere Koffer bekamen. Doch wir schafften den Zug und waren rechtzeitig am Flughafen. Dort trafen wir auf einen erneut überkorrekten Bodenpersonalmenschen, der uns Koffer UND Rucksack als zwei Gepäckstücke definierte. Wahrscheinlich hatte er Recht, aber genauso bin ich die letzten 3 Jahre mit Easyjet ohne Probleme geflogen. Das Streiten hatte einen Teilerfolgt: Edna und ich konnten uns den Preis für das „zusätzliche Gepäck“ teilen, während Janek und Gino ihren Rucksack noch in den Koffer bekamen. Der Rest des Fluges verlief aber normal.

Hier noch ein paar Bilder, v.a. vom Forum Romanum:

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